Was wir tun

Wir liefern die textile Kette vollständig: Beschaffung, Entwurf, Druck, Färbung, Veredelung, Konfektion. Auf dieser Seite stehen die Schritte im Einzelnen – mit den Verfahren und Materialien, aus denen wir dabei schöpfen.

Die Kette

Eine textile Entwicklung besteht aus Schritten, die aufeinander aufbauen. Wir übernehmen sie vollständig – von der Grundware bis zum fertigen Teil. Ein Vorhaben kann an jeder Stelle einsetzen; die Reihenfolge bleibt dieselbe.

  • Beschaffung – Grundqualitäten, passend zu Dessin und Verfahren
  • Entwurf und Dessin – Entwicklung, Digitalisierung, Aufbereitung für das Verfahren
  • Druck oder Färbung – digital oder rotativ, gemustert oder einfarbig
  • Veredelung – Ausrüstung bis zum endausgerüsteten Produkt
  • Konfektion – Weiterverarbeitung zum fertigen Teil

Beschaffung

Am Anfang steht die Ware. Wir beschaffen die Grundqualitäten, auf denen ein Dessin später entsteht – abgestimmt auf Faser, Warenart und Flächengewicht des vorgesehenen Verfahrens. Welche Qualitäten dafür in Betracht kommen, steht in der Übersicht der Materialien und Gewichtsklassen.

Grundqualitäten – die unbedruckte Ware, die in den Druck oder in die Färbung geht. Faser, Warenart – Jersey oder Webware – und Flächengewicht entscheiden darüber, welches Verfahren möglich ist.

Entwurf und Dessin

Wir entwickeln Dessins und führen sie in die Produktion: Entwurf, Digitalisierung und Aufbereitung für das jeweilige Druckverfahren. Ebenso nehmen wir mitgebrachte Entwürfe auf und bringen sie in eine produzierbare Form. Der Weg reicht in beiden Fällen bis zum fertigen Teil. Die Dessins gehen in Bekleidung, unter anderem in Damenoberbekleidung (DOB), und in weitere Einsatzbereiche.

Rapport – die Wiederholeinheit eines Musters. Sie bestimmt, wie ein Dessin auf der Warenbreite und in der Länge aufgeht, und muss zum Druckverfahren passen.

Digitaldruck

Im Digitaldruck wird das Dessin ohne Schablone direkt auf die Ware gebracht. Das Verfahren eignet sich für Musterungen, für häufig wechselnde Dessins und für Motive mit vielen Farben und feinen Verläufen. Bedruckt werden die gängigen Grundqualitäten und deren Mischungen.

  • Reaktivdruck: Viskose, Baumwollqualitäten, Seide und deren Mischungen; Jersey- und Webware von 40–300 g/m²
  • Dispersionsdruck: Inkjet-Direktdruck und Inkjet-Transferdruck; Polyesterqualitäten (PES) und deren Mischungen; Jersey- und Webware von 40–300 g/m²; Wollqualitäten und deren Mischungen auf Anfrage

Dispersionsdruck – Druck mit Dispersionsfarbstoffen, der Farbstoffklasse für Polyester. Beim Transferdruck geht die Farbe zunächst auf ein Trägerpapier und von dort unter Hitze auf die Ware.

Rotationsdruck

Der Rotationsdruck ist das klassische Schablonenverfahren: Jede Farbe erhält eine eigene Schablone. Er wird bei Dessins mit klar getrennten Farben und bei laufenden Produktionen eingesetzt. Dessins werden mit 1 bis 10 Farben umgesetzt; die Zahl der Farben ist damit Teil der Dessinentscheidung.

  • Ätzdruck und Reaktivdruck: Viskose, Baumwollqualitäten und deren Mischungen; Jersey- und Webware von 40–300 g/m²
  • Dispersionsdruck: Polyesterqualitäten (PES) und deren Mischungen; Jersey- und Webware von 40–300 g/m²; Wollqualitäten und deren Mischungen auf Anfrage

Ätzdruck – an den bedruckten Stellen wird der Farbstoff der gefärbten Ware chemisch zerstört. So entstehen helle Muster auf dunklem Grund.

Schablonen und Gravur

Zum Rotationsdruck gehört die Schablone. Entwurf, Digitalisierung und Schablonenerstellung verantworten wir; die Gravur entsteht aus unseren eigenen Daten.

Schablone – der gravierte Zylinder, der im Rotationsdruck eine Farbe auf die Ware bringt. Je Farbe eine Schablone; daraus ergibt sich die Zahl von 1 bis 10 Farben.

Einfarbige Ware

Neben gemusterter Ware gehört einfarbige Ware zum Programm. Die Farbe wird über Reaktiv- oder Dispersionsfarbstoffe eingebracht – je nach Faser.

  • Reaktiv: Viskose-Elastan-Jerseyqualitäten in verschiedenen Gewichtsklassen; Webware in Viskose und Baumwolle und deren Mischungen
  • Dispersion: Polyesterqualitäten (100 %) und deren Mischungen

Uni – einfarbige, nicht gemusterte Ware.

Materialien und Gewichtsklassen

Material und Verfahren hängen zusammen: Nicht jeder Farbstoff passt zu jeder Faser. Die Übersicht zeigt, welche Qualitäten wir in welchem Verfahren bearbeiten.

Reaktivdruck, digital

Material
Viskose, Baumwollqualitäten, Seide und deren Mischungen
Warenart und Gewicht
Jersey- und Webware, 40–300 g/m²

Dispersionsdruck, digital (direkt und über Transfer)

Material
Polyester (PES) und deren Mischungen; Wollqualitäten und deren Mischungen auf Anfrage
Warenart und Gewicht
Jersey- und Webware, 40–300 g/m²

Ätz- und Reaktivdruck, rotativ

Material
Viskose, Baumwollqualitäten und deren Mischungen
Warenart und Gewicht
Jersey- und Webware, 40–300 g/m²

Dispersionsdruck, rotativ

Material
Polyester (PES) und deren Mischungen; Wollqualitäten und deren Mischungen auf Anfrage
Warenart und Gewicht
Jersey- und Webware, 40–300 g/m²

Reaktiv, einfarbig

Material
Viskose-Elastan-Jersey; Webware in Viskose und Baumwolle und deren Mischungen
Warenart und Gewicht
verschiedene Gewichtsklassen

Dispersion, einfarbig

Material
Polyester (100 %) und deren Mischungen
Warenart und Gewicht
ohne Angabe

Vom Muster zur Serie

Digitaldruck und Rotationsdruck sind zwei Wege für dasselbe Dessin: Es kann zunächst digital als Muster entstehen und später im Rotationsdruck in Serie gehen. Der Wechsel zwischen beiden Wegen ist Teil der Entwicklung, nicht ihr Bruch.

Veredelung

Nach dem Druck oder der Färbung wird die Ware ausgerüstet. Erst damit ist sie fertig. Welche Ausrüstung eine Ware erhält, ergibt sich aus Faser, Warenart und Verwendung; wir legen sie mit dem Verfahren fest. Von der ausgerüsteten Ware führt die Kette weiter in die Konfektion.

Ausrüstung – die Behandlung der Ware nach dem Druck oder der Färbung, unter anderem Fixieren, Waschen und Trocknen. Sie entscheidet über Griff, Oberfläche und Maßhaltigkeit.

Konfektion

Die Konfektion gehört zur Kette: Wir führen ein Vorhaben über die ausgerüstete Ware hinaus – Zuschnitt und Weiterverarbeitung bis zum fertigen Teil. Nicht jedes Vorhaben reicht so weit; wo es vorgesehen ist, gehört dieser Schritt dazu.

Prozesse

Neben den Verfahren steht die Organisation der Kette: welche Schritte in welcher Reihenfolge, mit welchem Material, mit welchen Prüfpunkten. Wir legen die Schritte und die Schnittstellen fest, stimmen die Beteiligten ab und führen das Vorhaben durch die Kette. Entwurf, Verfahren, Ablauf und Ergebnis verantworten wir. Grundlage dafür sind textiltechnisches Know-how und jahrzehntelange Erfahrung.

Netzwerk

Wir arbeiten mit einem Netzwerk in alle Richtungen der Industrie, im Inland und im Ausland. Es ist über Jahrzehnte gewachsen. Darauf stützt sich die Wahl von Material und Verfahren.

Eigene Vorhaben

Wir setzen diese Fähigkeiten nicht nur für Vorhaben in der Branche ein, sondern auch für eigene: Wir entwickeln und führen eigene Textilmarken.

Wenn ein Vorhaben in diese Fähigkeiten passt, sprechen Sie uns an. Kontakt